Projeto Dorcas in Bonfim in Brasilien
Gegenbesuch Januar / Februar 2019

Mitarbeiter des Projeto Dorcas in Hamburg: Paulo Rafael Moeller Melchiors, David Limaund Roberto Guimarães dos Santos.

Wir durften einen einmonatigen Besuch in Hamburg, Deutschland machen und möchten gerne von unseren Eindrücken und Erfahrungen berichten. Wir haben in dieser Zeit jeweils zwei Wochen in zwei verschiedenen Kitas gearbeitet.

Abgesehen davon haben wir auch viele Sehenswürdigkeiten, Kulturevents, Konzerte und Kirchen besuchen können. Einen noch besseren Einblick in die Kultur konnten wir außerdem darüber gewinnen, dass wir in Gastfamilien untergebracht waren.

Sehenswerte Kultur …

Wir durften feststellen, dass Deutschland und Brasilien beide bestens ausgestattet sind, was Sehenswertes angeht. Die Besuche von Kirchen und Museen haben uns besonders gut gefallen. Dabei war es beeindruckend zu sehen, wie das Land seine Geschichte, zum Beispiel durch seine Denkmäler bewahrt, aber gleichzeitig Kultur fördert.

… und immer pünktlich am Ziel

Außerdem konnten wir von der unglaublich guten Infrastruktur in Deutschland profitieren; man kommt einfach und immer pünktlich an sein Ziel.

Kinder sind Kinder

Bei der Arbeit in den Kindertagesstätten konnten wir den Alltag der Kinder und Betreuer miterleben. Uns ist klar geworden, dass Kinder Kinder sind, ganz egal wo auf der Welt. Sie sind neugierig, sie haben Träume, sie spielen und benutzen ihre Fantasie. Auch stellen sowohl die Kitas in Hamburg, als auch das Dorcas-Projekt eine sichere Umgebung für die Kinder dar, die ihnen die Freiheit zum Wachsen und sich Entwickeln gibt.

Unterschiede in beiden Realitäten

Nichtsdestotrotz gibt es jedoch Unterschiede zwischen den beiden Realitäten. Es ist schlicht so, dass die Struktur der Kindergärten, die wir kennengelernt haben, deutlich besser ist im Vergleich zu unserem Projekt, ebenso die Menge und Qualität der Spielzeuge, die den Kindern in Deutschland zur Verfügung stehen und auch der Raum zum Toben und Spielen ist größer. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass die Eltern zu der Erziehung und Bildung ihrer Kinder beitragen und diesen Weg Seite an Seite mit dem Kitapersonal beschreiten.

Für die Zukunft der Kinder sorgen

Im Stadtviertel Bonfim, einer Favela in der auch Dorcas gelegen ist, ist diese Art von Teilnahme leider so gut wie nicht anzutreffen. Sich für die Zukunft der eigenen Kinder zu sorgen ist nicht Teil der Kultur dort vor Ort, vielmehr wird die Erziehung dem Zufall überlassen.

Das Umfeld des Dorcas-Projekts

Hinzu kommt, dass unsere Schüler durch die Gegend in der sie leben und aufwachsen ständig Gefahren ausgesetzt sind, wodurch sie sich wiederum in extremer sozialer Unsicherheit wiederfinden. Faktoren wie schlechte Schulen, Drogenkonsum, körperliche und sexuelle Gewalt sind leider nichts Ungewöhnliches für die Kindern des Dorcas-Projekts. Das ist für uns wohl der größte Unterschied, den wir zwischen der Situation der Kinder in Hamburg und bei Dorcas ausgemacht haben.

Dank für die tolle Möglichkeit!

Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit Hamburg kennenzulernen. Diese Erfahrung hat es uns ermöglicht unseren kulturellen Horizont zu erweitern und in Kontakt mit einer anderen Realität zu kommen, mit einer Arbeit, die Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede im Vergleich zum Dorcas-Projekt aufzuweisen hat.

Paulo, David, Roberto

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